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Mit Anna-Caterina Antonacci als Medea

(20.03.19) Am 30. April 2019 hat Marc-Antoine Charpentiers selten zu hörende Oper Médée Premiere am Grand Théâtre de Genève. Damit setzt das Haus den Zyklus über diesen griechischen Mythos fort, der 2015 mit Cherubinis Medea begonnen hat und 2017 mit Cavallis Il Giasone weitergeführt wurde.

Charpentier stellt die tragische Frauenfigur und mythische Zauberin Médée, die von ihrem geliebten Jason verlassen wurde, ihre Kinder umbringt und ihre Nebenbuhlerin durch ein vergiftetes Kleid tötet, in den Mittelpunkt einer tragédie lyrique, in der alle Register der französischen Barockoper gezogen werden.
Als Regisseur kehrt David McVicar nach seinen Inszenierungen von La Traviata (2013) und Wozzeck (2017) nach Genf zurück. Charpentiers Werk kommt als Koproduktion mit der English National Opera heraus. Bei ihrer Londoner Premiere wurde McVicars gegen Ende des Zweiten Weltkriegs angesiedelte Interpretation, in der sich in den tragischen Mythos auch ein Schuss Ironie mischt, von Publikum und Presse gefeiert. Bühnenbild und Kostüme stammen von Bunny Christie, das Licht von Paule Constable. Für die Choreographie der ausladenden Ballette, die in dieser Oper eine zentrale Rolle spielen, zeichnet Lynne Page verantwortlich.

Mit Anna-Caterina Antonacci ist in der schillernden Titelpartie eine der vielseitigsten Sängerinnen unserer Zeit zu erleben, die gerade als Barockspezialistin weltweit gefeiert wird. Ihr untreuer Mann Jason wird von dem Tenor Cyril Auvity verkörpert, dessen neue Geliebte Créuse von der Sopranistin Keri Fuge und der König Créon, den Médée mit Wahnsinn beschlägt, von dem Bass Willard White.

Bereits zum vierten Mal dirigiert der Spezialist für Alte Musik Leonardo García Alarcón sein Originalklangensemble Cappella Mediterranea am Grand Théâtre de Genève und verspricht damit eine ebenso stilbewusste, wie energiegeladene Interpretation von Charpentiers farbenreicher Partitur.

Grand Théâtre de Genève
Premiere: 30. April 2019, 19.30 Uhr
Weitere Aufführungen: 3., 5. (15.00 Uhr), 7., 9., und 11. Mai 2019, jeweils 19.30 Uhr

Tickets

Foto: Anna-Caterina Antonacci © Magali Dougados