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Opernhöhepunkte der Saison & Opéra des Nations ab Februar 2016

Grand Théâtre de Genève (c) Samuel Rubio

(17.07.15) Eine aufregende neue Saison steht dem Grand Théâtre de Genève bevor, die geprägt ist vom Umzug aus dem Theater an der Place de Neuve in die neu errichtete Opéra des Nations im Parc Rigot nahe des UNO-Geländes. Während das angestammte Haus zwei Jahre lang für Renovierungsarbeiten geschlossen ist, wird die Opéra des Nations, eine raffinierte, aus vorfabrizierten Einzelteilen neu errichtete Theaterkonstruktion, ab Februar 2016 zur neuen Spielstätte der Genfer Oper. Dadurch eröffnen sich auch neue künstlerische Herausforderungen und Chancen.

Für die Opéra des Nations hat das Grand Théâtre de Genève die Bauteile des Théâtre Éphémère – seinerzeit die Ausweichspielstätte der Comédie-Française in Paris – gekauft und an die eigenen Zwecke angepasst. Mit 1.064 Plätzen ist das Theater von der Kapazität vergleichbar mit dem Zürcher Opernhaus.

Die ersten vier Opern- und Operetteninszenierungen finden noch im prächtigen Gebäude an der Place de Neuve statt. Im September steht hier eine Neuproduktion von Gioacchino Rossinis letzter Oper Guillaume Tell auf dem Programm. In der Regie von David Pountney und unter der musikalischen Leitung von Jesús López Cobos singt Jean-François Lapointe die Titelrolle, als Arnold alternieren John Osborn und Enea Scala, die Mathilde wird von Nadine Koutcher verkörpert.

Nach diesem Meisterwerk der Grand Opéra wird im Oktober mit der Kombination von Jacques Offenbachs Antikensatire La Belle Hélène und Hector Berlioz‘ Monumentalwerk Les Troyens das selbe Sujet, der trojanische Krieg, aus zwei verschiedenen Perspektiven dargestellt: einmal aus einer heiter-ironischen, einmal aus einer tragischen. Offenbachs Opéra Bouffe wird von dem schweizer Regisseur Robert Sandoz inszeniert, in den Hauptrollen sind Véronique Gens, Raúl Giménez und Philippe Talbot zu erleben. Es dirigiert Gérard Daguerre.
Die konzertanten Aufführungen von Les Troyens mit dem Royal Philharmonic Orchestra, die sich jeweils auf zwei Abende verteilen mit La Prise de Troie als erstem und Les Troyens à Carthage als zweitem Teil, werden von dem ausgemachten Berlioz-Spezialisten Charles Dutoit geleitet, der damit sein Debüt am Grand Théâtre de Genève gibt. Anita Rachvelishvili singt die Cassandre, Clémentine Margaine die Didon und Sergey Semishkur den Énée.

Mit der Neuproduktion von Benjamin Brittens A Midsummer Night’s Dream wird Katharina Thalbach im November zum ersten Mal am Genfer Opernhaus inszenieren und diese Shakespeare-Adaption in der für sie typischen pointierten Theatersprache auf die Bühne bringen. Unter der musikalischen Leitung von Steven Sloane singen unter anderem Bernarda Bobro und Christopher Lowery.

Schließlich bildet zum Jahreswechsel Mozarts Zauberflöte in einer Neuinszenierung von Daniel Kramer mit Mandy Fredrich als Königin der Nacht und Urška Arlič Gololičič und Pretty Yende als Pamina den Abschied aus dem Genfer Opernhaus.

Darauf wird mit Georg Friedrich Händels Alcina im Februar 2016 die neu errichtete Opéra des Nations eröffnet, deren Holzkonstruktion und intime Atmosphäre der perfekte Rahmen für dieses Meisterwerk des Barock bilden. Eine szenische Umsetzung voller Poesie und Sinnlichkeit verspricht die Inszenierung von David Bösch, der sich insbesondere durch seine Arbeiten an der Bayerischen Staatsoper einen Namen als phantasievoller Opernregisseur gemacht hat. Aus der Sängerbesetzung ragen Nicole Cabell in der Titelrolle und Malena Ernman als Ruggiero heraus. Dirigent ist der aus Argentinien stammende Alte-Musik-Spezialist Leonardo García Alarcón.

Bevor mit Giuseppe Verdis Falstaff in einer Inszenierung von Lukas Hemleb mit Franco Vassallo, Maija Kovalevska und Marie-Ange Todorovitch, sowie John Fiore am Pult des Orchestre de la Suisse Romande im Juni die Genfer Opernsaison ihren glanzvollen Abschluss findet, steht im April noch eine wahrhafte Rarität auf dem Programm: Charles Gounods Opéra Comique Le Médecin malgré lui, die temporeiche Opernversion einer Komödie von Molière. Diese selten zu hörende Perle des französischen Repertoires, die von Laurent Pelly, einem Meister des feinsinnigen Humors, in Szene gesetzt wird, verspricht einen ganz besonderen Höhepunkt der Saison 2015/16 des Grand Théâtre de Genève.

Guillaume Tell
Premiere: 11. September 2015 │ 19.30 Uhr
Weitere Aufführungen: 13., 15., 17., 19. und 21. September 2015

La Belle Hélène
Premiere: 14. Oktober 2015 │ 19.30 Uhr
Weitere Aufführungen: 16., 18., 20., 21., 23., 24., 25. Oktober 2015

Les Troyens (konzertant)
La Prise de Troie: 15. und 19. Oktober 2015 │ 19.30 Uhr
Les Troyens à Carthage: 17. und 22. Oktober 2015 │ 19.30 Uhr

A Midsummer Night’s Dream
Premiere: 20. November 2015 │ 19.30 Uhr
Weitere Aufführungen: 22., 24., 26., 28. und 30. November 2015

Die Zauberflöte
Premiere: 23. Dezember 2015 │ 19.30 Uhr
Weitere Aufführungen: 26., 27., 28., 29., 30., und 31. Dezember 2015; 3., 5., 6., 7. und 8. Januar 2016

Alcina
Premiere: 15. Februar 2016 │ 19.30 Uhr
Weitere Aufführungen: 17., 19., 21., 23. 25., 27. und 29. Februar 2016

Le Médecin malgré lui
Premiere: 4. April 2016 │ 19.30 Uhr
Weitere Aufführungen: 6., 8., 10., 12., 14. und 16. April 2016

Falstaff
Premiere: 18. Juni 2016
Weitere Aufführungen: 20., 22., 24., 26., 28. und 30. Juni 2016

Die komplette Saison 2015/2016 des Grand Théâtre de Genève kann unter www.geneveopera.ch eingesehen werden.

Webcam-Link zum Baufortschritt der Opéra des Nations http://www.devisubox.com/dv/dv.php5?pgl=Project/interface&dv_pjv_sPjvName=KNM_Prod_Opera_des_Nations