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Georges Lavaudant inszeniert Faust in Genf

Faust (c) GTG

(05.01.17) Mit der Neuproduktion von Charles Gounods Faust zeigt das Grand Théâtre de Genève im Februar anlässlich des 200. Geburtstags des Komponisten eines der zentralen Werke des französischen Repertoires und einen Höhepunkt der großen Oper der Romantik.
Zum ersten Mal inszeniert der französische Regisseur Georges Lavaudant in Genf, und damit eine der zentralen Persönlichkeiten der französischen Theaterlandschaft. Als ehemaliger Direktor des Pariser Odéon-Théâtre de l’Europe ist Lavaudant vor allem auch im Bereich Schauspiel tätig. Für Gounods zutiefst französische Version des deutschen Faust-Mythos‘ verspricht dieser stark in der Kultur seines Heimatlandes verwurzelte Künstler eine idiomatische und packende Interpretation. Gemeinsam mit dem Bühnen- und Kostümbildner Jean-Pierre Vergier entwirft er ein kühl anmutendes Ambiente, in das Wärme gebracht werden soll durch elegante und schillernde Kostüme.

Auch der Dirigent Jesús López Cobos hat schon oft sein großes Gespür für die romantische Oper unter Beweis gestellt, in Genf zuletzt in der Saison 2015/2016 mit Guillaume Tell. Damit steht auch bei Faust ein genauer Kenner dieses Repertoires am Pult des Orchestre de la Suisse Romande, der Gounods weit ausladende Melodiebögen und emphatische Aufschwünge aufs Beste zum Klingen bringt.
Im Zentrum von Gounods Oper steht die Geschichte um Faust und Marguerite, wobei gerade der weiblichen Hauptrolle, die erst Liebende, dann Verführte und schließlich Kindsmörderin ist, ganz besonderes Profil verliehen wird. Als Marguerite kehrt nach ihrem Erfolg als Mimì in La bohème in der letzten Spielzeit die junge armenische Sopranistin Ruzan Mantashyan ans Grand Théâtre de Genève zurück. In der Titelrolle ist mit John Osborn ein Tenor zu erleben, der in letzter Zeit in Partien wie Pollione in Norma, Jean de Leyde in Le prophète oder Fra Diavolo in der gleichnamigen Oper von Auber für Aufsehen gesorgt hat, und der nun sein Rollendebüt als Faust gibt. Méphistophélès wird von dem polnischen Bass Adam Palka verkörpert, der seit 2013 dem Ensemble der Stuttgarter Oper angehört. Des weiteren singen Jean-François Lapointe den Valentin, Shea Owens den Wagner, Samantha Hankey den Siebel und Marina Viotti die Marthe.

Zusätzlich zu dieser Neuproduktion präsentiert das Grand Théâtre de Genève noch weitere Veranstaltungen zum Thema Faust: eine Ausstellung, die sowohl in der Opéra des Nations zu besichtigen ist, als auch virtuell im Internet. Außerdem spielt das Orchestre de la Suisse Romande ab dem 25. Februar vier Mal Robert Schumanns

Szenen aus Goethes Faust unter der musikalischen Leitung von Peter Schneider im Konzert in der Victoria Hall.

OPERA DES NATIONS – Faust
Premiere: 1. Februar 2018, 19.30 Uhr

Weitere Vorstellungen: 3., 5., 7., 9., 12., 14. und 18. Februar 2018

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