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La "Belle Hélène" und "Les Troyens"

La Belle Hélène (c) GTG

(24.09.15) Die griechische Mythologie und die Geschehnisse rund um den trojanischen Krieg bestimmen im Oktober den Spielplan des Grand Théâtre de Genève. So wie in der Antike die Tragödie niemals ohne ihr komisches Gegenstück existieren konnte, so präsentiert das Genfer Opernhaus konzertante Aufführungen von Hector Berlioz‘ Grand Opéra Les Troyens in Kombination mit der Neuproduktion von Jacques Offenbachs Opéra-bouffe La Belle Hélène. Damit wird einmal ein tragischer und einmal ein heiter ironischer Blick auf das selbe Sujet geworfen.
Offenbachs spritzige und geistreiche Antikensatire, die zugleich eine Parodie auf die französische Bourgeoisie seiner Zeit ist, wird von dem Schweizer Regisseur Robert Sandoz inszeniert, einem der vielseitigsten Theatermänner der jüngeren Generation, der in seiner Bühnensprache sämtliche Mittel des Theaters ausschöpft. Damit verspricht La Belle Hélène ein ebenso hintersinniges, wie wirkungsvolles Theaterereignis zu werden. Die frivole, dem Seitensprung zugetane Titelrolle wird von der französischen Sopranistin Véronique Gens verkörpert; den Paris, das Objekt von Hélènes Begierde, singt Florian Cafiero. Als betrogener und verspotteter Ehemann Ménélas ist der große argentinische Tenor Raúl Giménez zu erleben. Gérard Daguerre leitet das Orchestre de Chambre de Genève.

Die Entführung der Hélène durch Paris, mit der Offenbachs geniale Opéra-bouffe endet, war der Sage nach der Auslöser des trojanischen Krieges. Dementsprechend schließt sich Berlioz’ Monumentalwerk Les Troyens folgerichtig an La Belle Hélène an. Die konzertanten Aufführungen sind auf zwei Abende verteilt mit La Prise de Troie als erstem und Les Troyens à Carthage als zweitem Teil. Am Pult des Royal Philharmonic Orchestra London steht der ausgemachte Berlioz-Spezialist Charles Dutoit, der damit sein Debüt am Grand Théâtre de Genève gibt. Michaela Martens singt die Seherin Cassandre, Clémentine Margaine die karthagische Königin Didon und Ian Storey den Énée. Das Ensemble wird vervollständigt durch Tassis Christoyannis als Chorèbe und Amelia Scicolone als Ascagne.

Mit der Kombination der beiden Werke bietet sich am Grand Théâtre de Genève die einzigartige Gelegenheit, ein Stück Mythologie in all seinen Fassetten zu erleben.

La Belle Hélène
Premiere: 14. Oktober 2015, 19.30 Uhr
Weitere Aufführungen: 16., 18., 20., 21., 23., 24., 25. Oktober 2015

Les Troyens (konzertant)
La Prise de Troie: 15. und 19. Oktober 2015, 19.30 Uhr
Les Troyens à Carthage: 17. und 22. Oktober 2015, 19.30 Uhr

www.geneveopera.ch