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Cavalleria Rusticana und I Pagliacci ab 17. März in der Opéra des Nations

Cavalleria Rusticana (c) Rocco Casaluci

(19.02.18) Mit Pietro Mascagnis Cavalleria Rusticana und Ruggero Leoncavallos I Pagliacci präsentiert das Grand Théâtre de Genève die fast unzertrennlichen Zwillinge des Opernrepertoires in einer Übernahme vom Teatro Comunale di Bologna bei Cavalleria Rusticana und einer Neuproduktion von I Pagliacci, die am 17. März in Genf Premiere haben.
Eifersucht, hoch kochende Emotionen, Mord, ein ländliches Umfeld in Süditalien und detailgetreue Milieuschilderung verbinden diese beiden Opern, die als Paradebeispiele des Verismo gelten.

Wenn sich in Genf jedoch zwei verschiedene Produktionsteams den beiden Werken nähern, dann soll gerade deren Singularität herausgestellt werden. Mit Emma Dante, die gemeinsam mit dem Bühnenbildner Carmine Maringola und der Kostümbildnerin Vanessa Sannino Cavalleria Rusticana in Szene setzen wird, kommt eine der spannendsten und vielseitigsten Theaterfrauen Italiens nach Genf. Mit ihrer Carmen zur Spielzeiteröffnung der Mailänder Scala im Jahr 2009 hat diese ursprünglich von Schauspiel kommende Regisseurin, die sich in letzter Zeit jedoch verstärkt der Oper widmet, für Aufsehen gesorgt. Ihr Gespür für Einzelschicksale passt bestens zu Mascagnis schonungslosem Eifersuchtsdrama im ländlichen Sizilien. Als Santuzza ist die weißrussische Mezzosopranistin Oksana Volkova und als Turiddu der italienische Tenor Marcello Giordani zu erleben. Roman Burdenko singt den Alfio, Melody Louledjian die Lola.
Für I Pagliacci kehrt nach ihrer phantasievollen Inszenierung von Cavallis Il Giasone im Januar 2017 nun Serena Sinigaglia nach Genf zurück. Im Bühnenbild von Maria Spazzi und in den Kostümen von Carla Teti wird Sinigaglia, die künstlerische Leiterin des ATIR Teatro Ringhiera in Mailand, nun Leoncavallos raffiniertes Werk, in dem sich Realität und die Bühnenfiktion eines Commedia dell’Arte-Spiels mischen, als packendes Beziehungsdrama zwischen wirklichem Leben und Theater inszenieren.

Canio, der auf der Bühne als titelgebender Pagliaccio erscheint, wird von Diego Torre verkörpert, seine Ehefrau Nedda, die er schließlich in ihrer Rolle als Colombina umbringt, von Nino Machaidze. Des weiteren sind Roman Burdenko als Tonio, Andrè Schuen als Silvio und Migran Agadzhanyan als Beppo zu erleben.
Für die Musiksprache des italienischen Versimo, die Cavalleria Rusticana und I Pagliacci verbindet, verspricht der deutsch-britische Dirigent Alexander Joel eine ebenso idiomatische, wie leidenschaftliche Lesart.

Premiere: 17. März 2018, 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen: 19., 21., 23., 25., 27., und 29. März 2018

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