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Grand Théâtre de Genève: Highlights der Saison 2014/2015

Grand Théâtre de Genève

(23.07.14) Die Liebe mit ihren meist fatalen Folgen zieht sich durch die Spielzeit 2014/2015 des Grand Théâtre de Genève. Aus übertriebener Vaterliebe opfert Rigoletto seine Tochter, Eugen Onegin versagt sich aus Stolz das eigene Liebesglück, aus betrogener Liebe verfällt Medea in Raserei und tötet ihre Kinder. In Fidelio schließlich wird der Triumph der Gattenliebe gefeiert, während in Iphigénie en Tauride geschwisterliche Liebe über politische Pflichterfüllung siegt.

Mit Robert Carsens Inszenierung von Verdis Rigoletto, die 2013 beim Festival in Aix-en-Provence Premiere hatte, wird die Genfer Opernsaison eröffnet. Die Titelrolle, die hier als tragischer Zirkusclown dargestellt wird, singt Franco Vassallo alternierend mit Andrej Dobber. Arnold Rutkowski interpretiert den Herzog von Mantua, und Ekaterina Siurina alterniert mit Sophie Gordeladze als Gilda. Die musikalische Leitung hat Alexander Joel.
Auch die zweite Inszenierung der kommenden Spielzeit stammt von Robert Carsen, der eine ganz besondere Beziehung zum Grand Théâtre de Genève hat, da seine Karriere Ende der 1980er Jahre von diesem Haus ihren Ausgang nahm. Als Übernahme von der New Yorker MET wird Eugen Onegin gezeigt mit dem aufstrebenden jungen Bariton Michael Nagy in der Titelrolle, Edgaras Montvidas als Lenski und Maija Kovalevska als Tatiana. Dirigent ist Michail Jurowski.
Mit Glucks Iphigénie en Tauride in der Inszenierung des deutschen Regisseurs Lukas Hemleb, der vor allem in Frankreich tätig ist, und Cherubinis Medea, die von Christof Loy in Szene gesetzt wird, kommen zwei der großen Mythen der Menschheit als Neuproduktionen heraus. Als Priesterin Iphigénie kehrt Anna Caterina Antonacci nach Genf zurück. Des weiteren werden unter der musikalischen Leitung von Hartmut Haenchen, Bruno Taddia als Oreste und Steve Davislim als Pylade zu erleben sein.
Als rasende Zauberin Medea wird die vielseitige amerikanische Mezzosopranistin Jennifer Larmore ihr Rollendebüt geben. An ihrer Seite singen Andrea Carè, Sara Mingardo und Daniel Okulitsch. Es dirigiert Marko Letonja.
Neben Offenbachs La Grande-Duchesse de Gérolstein und Gershwins Porgy and Bess ragt aus dem Genfer Spielplan eine Neuproduktion von Fidelio in der Inszenierung von Matthias Hartmann heraus, der nach seiner Intendanz am Wiener Burgtheater nun erstmals wieder als Regisseur in Erscheinung tritt. Als Abschluss der Opernsaison wartet Beethovens Freiheitsoper unter der musikalischen Leitung von Pinchas Steinberg mit mehreren spannenden Rollendebüts auf: Elena Pankratova, die vor Kurzem als Färberin in Die Frau ohne Schatten an der Bayerischen Staatsoper gefeiert wurde, wird erstmals die Leonore singen, Christian Elsner debütiert als Florestan und Albert Dohmen als Rocco.

Aufführungen (Auswahl):
Rigoletto, 3., 6., 8., 9., 10., 12., 14. und 16. September 2014
Eugen Onegin, 9., 11., 13., 15., 17. und 19. Oktober 2014
Iphigénie en Tauride, 25., 27., 29. und 31. Januar 2015, 2. und 4. Februar 2015
Medea, 9., 12., 15., 18., 21. und 24. April 2015
Fidelio, 10., 12., 16., 18., 21., 23. und 25. Juni 2015

Die komplette Saison 2014/2015 des Grand Théâtre de Genève: