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Hochromantisches unter Ken-David Masur mit den German Hornsound

German Hornsound (c) Michael Trippel

(21.11.15) Mit der Ouvertüre zu “Der Freischütz” von Carl Maria von Weber, eine der bekanntesten deutschen Opern, leitet Ken-David Masur den Konzertabend ein. 1821 in Berlin uraufgeführt, steht sie am Beginn der großen Epoche der deutschen romantischen Oper des 19. Jahrhunderts. Die mystische Sphäre der Natur, das fröhliche Treiben der Jäger und die finstere Dämonie des deutschen Waldes werden in der Ouvertüre beschrieben und lassen sie zu gleichberechtigten Protagonisten der Oper werden. Carl Maria von Weber wurde neben Beethoven zur wichtigsten Verbindungsfigur zwischen Klassik und Romantik und zu einem der bedeutendsten Wegbereiter der Opern von Richard Wagner.
Die großen Bühnenpartituren Richard Wagners – die vier Abende des „Ring des Nibelungen“ oder „Tristan und Isolde“ – gehören zu den wegweisenden Kompositionen des 19. Jahrhunderts. Wagner streift hier alle Fesseln der Konvention ab und findet seinen eigenen ästhetischen und dramaturgischen Maximen folgend, zu einer Klangsprache, die eine neue Epoche der Musikgeschichte einleitete.
Über kaum eine Klangkonstellation wurde mehr geschrieben als über den sogenannten Tristan-Akkord, das harmonische Gebilde zu Beginn des Vorspiels zu seinem Musikdrama „Tristan und Isolde, ein Akkord, der die Spannung, die Sehnsucht, das Sichverzehren der Liebenden der nachfolgenden Handlung bereits in aller Komplexität beinhaltet. Zudem steht das „Siegfried-Idyll“, welches vorrangig durch die Motive des „Siegfried“, des dritten Abends der „Ring“-Tetralogie bestimmt wird, auf dem Programm. Wagner komponierte dieses Orchesterstück, das als Geburtstagsgeschenk für seine Frau Cosima gedacht war, im Herbst 1870. Die Uraufführung fand am 25. Dezember, Cosimas Geburtstag, statt.

Robert Schumann steht wie kein anderer Komponist des 19. Jahrhunderts für ein bedingungs- und kompromissloses romantisches Musikverständnis. Sein „Konzertstück für vier Hörner und großes Orchester“ op. 86 entstand im Jahr 1849 während einer Zeit, die nicht nur zu den fruchtbarsten im Leben des Komponisten zählt, sondern in der Schumann sich insbesondere immer wieder fremden oder wenig erprobten musikalischen Konstellationen stellte. Schumann selbst charakterisierte das Konzertstück als „etwas ganz curioses“ und erwies sich gerade hier als Meister der Instrumentation. Die Uraufführung fand am 25. Februar 1850 im Leipziger Gewandhaus statt. Viele Jahre galt das Werk als unspielbar und auch heutzutage wird es im Konzert selten aufgeführt.

So darf man gespannt sein auf die vier Hornisten von German Hornsound, die zu den besten ihres Faches gehören. Seit seiner Gründung im Jahr 2009 debütierte das Quartett bei nahezu allen deutschsprachigen Musikfestivals. Ihr Repertoire beinhaltet sämtliche Epochen der Musikgeschichte, Originalwerke sowie eigene Arrangements. Drei gemeinsame CDs sind bisher beim Label GENUIN erschienen.

Programm:
Carl Maria von Weber | Ouvertüre zu „Der Freischütz“
Robert Schumann | Konzertstück für vier Hörner und Orchester F-Dur op. 86
Richard Wagner | Siegfried-Idyll
Richard Wagner | Vorspiel und Isoldes Liebestod aus„Tristan und Isolde“

German Hornsound: Christoph Eß, Sebastian Schorr, Stephan Schottstädt und Timo Steininger | Horn
Ken-David Masur | Leitung
Münchner Symphoniker

Freitag | 27. November | 20:00 Uhr | Prinzregententheater | 19:30 Uhr „Präludium“
Sonntag | 29. November | 15:30 Uhr | Prinzregententheater

Tickets: MünchenMusik und München Ticket