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Russische Romantik mit Tschaikowsky und Rachmaninow

Teo Gheorghiu (c) Nathalie Bissig

(12.03.15) Peter I. Tschaikowsky gilt in der Musikgeschichte als der erste große Komponist seiner russischen Heimat, der ohne Verleugnung seiner Herkunft mittels einer internationalen Musiksprache weltweite Anerkennung fand. Unter anderem mit seinem 1892 uraufgeführten Ballett “Der Nussknacker” nach der phantasievollen Handlung des Werkes “Nussknacker und Mausekönig” von ETA Hoffmann, findet er bis heute seine ungebrochene Präsenz in den Konzertsälen.

Sergej Rachmaninow war einer der letzten Vertreter derer, die als Komponisten und gleichzeitige Virtuosen eine Doppelfunktion ausübten. Auch sein drittes Klavierkonzert wurde wenige Monate nach seiner Komposition 1909 mit ihm selbst als Solisten in der New Yorker Carnegie Hall uraufgeführt. Als Rachmaninow nach dem Konzert vom Publikum um eine Zugabe gebeten wurde, soll er bedauernd die Hände gehoben haben: Selbst wenn er wollte, seine Finger spielten nach dieser Kraftanstrengung nicht mehr mit. Die überaus hohen technischen Anforderungen und die außergewöhnlich hohe Notendichte im Klavierpart verliehen dem Werk schließlich den Beinamen „Konzert für Elefanten“.
Der junge Pianist Teo Gheorghiu meistert das Spannungsfeld zwischen Emotion und Kontrolle bravourös. Lyrische Brillanz und Durchsichtigkeit fernab von hyperromantischem Pathos zeichnen das Rachmaninow-Spiel des Schweizer Pianisten rumänischer Herkunft mit kanadischer Staatsbürgerschaft aus, so das einhellige Lob. Die Karriere Gheorghius begann vor zehn Jahren, als er an der Seite von Bruno Ganz die Rolle des hochbegabten Vitus im gleichnamigen Spielfilm verkörperte. Seit sich damals die Türen zu den großen Konzertsälen öffneten, hat Gheorghiu längst bewiesen, dass er weit mehr ist als ein Wunderkind: Ausgezeichnet mit dem ersten Preis beim Liszt-Wettbewerb und als Träger des Beethoven-Rings 2010 erobert er mit Solorecitals, als Konzertpianist und Kammermusikpartner derzeit die Podien der Welt.

Programm:
Peter I. Tschaikowsky: Auszüge aus „Der Nussknacker“ op. 71
Sergej Rachmaninow: Konzert für Klavier Nr. 3 d-moll op. 30

Teo Gheorghiu, Klavier
Kevin John Edusei, Leitung
Münchner Symphoniker

Tickets: MünchenMusik und München Ticket

Foto: © Nathalie Bissig