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Nino Gvetadze debütiert bei den Münchner Symphonikern mit Beethovens viertem Klavierkonzert

(21.01.15) Mit der zweiten Symphonie Schumanns und deren Anklängen an Bach im langsamen Satz sowie den mehr oder weniger zeitgleich (1845) entstanden BACH-Fugen, die in einem auffallend engen Bezug zum Finale der zweiten Symphonie stehen, begeben sich die Münchner Symphoniker unter Kevin John Edusei auf eine musikalische Spurensuche. Die ursprünglich für die Orgel komponierten Fugen werden in der selten zu hörenden Bearbeitung für Orchester von Henk de Vlieger zudem als Deutsche Erstaufführung in München erklingen. In Schumanns zweiter Symphonie folgt der Komponist stärker als gewohnt der klassischen Tradition. Dennoch bleiben die vier Sätze miteinander verbunden. Auch gestaltet er den Übergang von c-moll zu C-Dur im Finale seiner Sinfonie mit einem Beethoven-Zitat aus dessen Liederkreis An die ferne Geliebte op. 98: „Nimm sie hin denn, diese Lieder“.
Als Solistin debütiert die in Tiflis geborene Nino Gvetadze mit Beethovens viertem Klavierkonzert bei den Münchner Symphonikern. Unter den zahlreichen Auszeichnungen, die Nino Gvetadze erhielt, sind insbesondere der 2. Preis beim International Franz Liszt Competition 2008 sowie der Borletti-Buitoni Trust Award 2010 zu nennen. Sie spielte mit namenhaften Orchestern wie dem Rotterdams Philharmonisch, dem Residentie Orkest Hague, Brussels Philharmonic, Seoul Philharmonic Orchestra, Nederlands Philharmonisch Orkest und dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie. Ihre künstlerische Arbeit wird von vier Solo-CDs mit Einspielungen verschiedener Werke von Mussorgsky, Rachmaninoff, Liszt und Debussy dokumentiert.
Beethovens viertes Klavierkonzert entstand in den Jahren von 1804 bis 1806 und steht bei- spielhaft für die voll entwickelte Beethovensche Konzertform und führt mit einer weitaus freieren Konzeption, als bis dahin gewohnt, in die konfliktreiche innere Gedanken- und Ausdruckswelt des Komponisten.

Außerdem zu hören sein wird Johann Sebastian Bachs sechsstimmige Fuge (2. Ricercata) aus dessen Musikalischen Opfer, welche der Komponist ohne Instrumentationsangaben hinterließ und die in Anton Weberns Fassung für Orchester (1935) aufgeführt wird.

Ab 19.30 Uhr gibt es im Vorprogramm “Gelbe Couch” die Möglichkeit, Kevin John Edusei mit Annette Josef im Gespräch zum Programm des Abends zu erleben.

B-A-C-H

Mittwoch│ 28. Januar │ 20 Uhr │ Herkulessaal | 19:30 Uhr „Gelbe Couch“
Sonntag│ 1.Februar │ 15:30 Uhr │ Prinzregententheater

Programm:
Robert Schumann | „Sechs Fugen über den Namen Bach“ op. 60/6
(Bearbeitung: Henk de Vlieger)
Ludwig van Beethoven | Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58
Johann Sebastian Bach | Fuga (2. Ricercata) a 6 voci aus „Das Musikalische Opfer“
BWV 1079/2 (Bearbeitung: Anton Webern)
Robert Schumann | Symphonie Nr. 2 C-Dur op. 61

Nino Gvetadze, Klavier
Kevin John Edusei, Leitung

Münchner Symphoniker

Tickets: MünchenMusik und München Ticket

Foto: © Allard Willemse