media-relation-logo

Von der neuen Welt

Sebastian Manz (c) Marco Borggreve

(14.03.16) Am 03. April gibt der Klarinettist Sebastian Manz sein Debüt bei den Hamburger Symphonikern. Unter der Leitung des amerikanischen Dirigenten John Axelrod wird neben Werken von Kurt Weill und Antonín Dvořák ein weiteres amerikanisches Stück auf dem Programm stehen: Aaron Coplands Konzert für Klarinette, Streicher, Harfe und Klavier.

Die Musik des 1900 in Brooklyn NY geborenen Komponisten Aaron Copland ist charakteris-tisch und zweifellos amerikanisch. Im Jahr 1947 erhält er von Jazzklarinettist und „King of Swing“ Benny Goodman einen Kompositionsauftrag, woraufhin ein Klarinettenkonzert mit ungewöhnlicher Form und Besetzung entsteht. Coplands Entscheidung, in das Werk Jazzeinflüsse klassisch einzubinden, war durch seinen Auftraggeber naheliegend. Auf den ersten, an Filmmusik erinnernden Satz „Slowly and expressively“, folgt als zweiter Satz eine längere Solokadenz. Im Schlusssatz, dem von Synkopen dominierten Rondo „Rather fast“, werden die Beziehungen zum Jazz offenkundig. Aufgrund der technischen Heraus-forderungen, die das Werk an den Interpreten stellt, konnte sich Goodman erst im November 1950 entschließen, es in einer revidierten Fassung zur Uraufführung zu bringen. Bis heute zählt Coplands Klarinettenkonzert in den USA zum festen Repertoire.

Auch für Sebastian Manz gehört Coplands Klarinettenkonzert zum festen Repertoire. Neben seiner Leidenschaft für die klassische Musik teilt der Klarinettist eine große Begeisterung für Jazz und Swing, zu hören auf seiner gemeinsamen CD mit dem Pianisten Martin Klett “In Rhythm”, auf der er u. a. Coplands Klarinettenkonzert für diese Besetzung eingespielt hat.

Den Durchbruch schaffte Sebastian Manz mit seinem sensationellen Erfolg beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München im September 2008, wo er den seit 40 Jahren nicht mehr vergebenen 1. Preis in der Kategorie Klarinette sowie den Publikumspreis und weitere Sonderpreise gewann. Zwei ECHO Klassik-Auszeichnungen folgten in kurzen Abständen. Neben seiner regen Konzerttätigkeit als Solist ist er regelmäßig in verschiedenen Kammermusikformationen unterwegs und bekleidet die Position als Soloklarinettist des Radio-Sinfonieorchesters des SWR.

Sonntag │ 3. April 2016 │ 19 Uhr │ Hamburg │Laeiszhalle, Großer Saal

Programm:
Kurt Weill: Suite aus der Oper „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“
Aaron Copland: Konzert für Klarinette, Streicher, Harfe und Klavier
Antonín Dvořák: Symphonie Nr. 9 e-Moll Op. 95 – „Aus der Neuen Welt“

Sebastian Manz, Klarinette
John Axelrod, Leitung
Hamburger Symphoniker

Tickets

Foto: Marco Borggreve