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Meyerbeers monumentale Hugenotten in Genf mit Wieler, Morabito und Minkowski

Meyerbeers monumentale Hugenotten in Genf  mit Wieler, Morabito und Minkowski

(30.01.20) Das Grand Théâtre de Genève zeigt zwischen dem 26. Februar und 08. März mit der Neuproduktion von Giacomo Meyerbeers Les Huguenots ein Meisterwerk der Grand Opéra in einer herausragenden künstlerischen Konstellation als Koproduktion mit dem Nationaltheater Mannheim. Wenn diese Oper nun nach über 90 Jahren wieder auf die Genfer Bühne gebracht wird, bleibt der Intendant Aviel Cahn auch seiner Programmatik treu, Werke mit einem besonderen Bezug zur Stadt Genf auf den Spielplan zu setzen.
Das Duo Jossi Wieler und Sergio Morabito präsentiert gemeinsam mit der Bühnen- und Kostümbildnerin Anna Viebrock eine ganz eigene Lesart dieses großen historischen Dramas über den Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten, der im Gemetzel der Bartholomäusnacht gipfelt. Inspiriert einerseits durch die monu-monumentalen epischen Hollywoodfilme aus der goldenen Zeit des Kinos und andererseits durch die Spuren der Hugenotten in der Stadt Genf, die im 16. Jahr-hundert dort Zuflucht fanden, lassen Wieler und Morabito die Handlung in einem Filmstudio spielen. Die Figuren, deren privates Schicksal sich vor realhistorischem Hintergrund abspielt, erscheinen wie die tragikomischen Helden aus einem Woody Allen-Film, die zwischen Realität und Fiktion umherirren. Dabei wirft das Regieteam aktuelle Fragen auf über religiöse Spaltungen und einen Dialog zwischen unter-schiedlichen Glaubensgemeinschaften.

Die umfangreiche Besetzung wird angeführt von zwei Spezialisten im Bereich der Grand Opéra und des französischen Repertoires: Rachel Willis-Sørensen als Valentine de Saint-Bris, die bereits als Hélène in Les Vêpres siciliennes in München für Aufsehen gesorgt hat, und John Osborn als Raoul de Nangis, der etwa in Meyerbeers Le Prophète oder Halévys La Juive große Erfolge gefeiert hat. Er alterniert mit Mert Süngü. Die virtuose Koloraturrolle der Marguerite de Valois gestaltet Anna Durlovski, den Marcel singt Michele Pertusi, den Urbain Léa Desandre, den Comte de Nevers Alexandre Duhamel und den Comte de Saint-Bris Laurent Alvaro.
Am Pult des Orchestre de la Suisse Romande und dem von Alan Woodbridge einstudierten Chor des Grand Théâtre de Genève steht mit Marc Minkowski ein genauer Kenner der französischen Oper vom Barock bis zur Romantik.

Grand Théâtre de Genève
Premiere: 26. Februar 2020, 18.00 Uhr
Weitere Vorstellungen: 28. Februar 2020, 1., 4., 6. und 8. März 2020

Tickets

Foto: Matthieu Gafsou