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Daniel Kramer inszeniert Turandot gemeinsam mit dem internationalen Künstlerkollektiv teamLab

(16.05.22) Puccinis letzte und monumentalste Oper „Turandot“ inszeniert der amerikanische Regisseur Daniel Kramer gemeinsam mit dem renommierten internationalen Künstlerkollektiv teamLab, das in Genf zum ersten Mal fürs Theater arbeitet, zum Ende der Spielzeit (ab 20. Juni). Dabei kommen spektakuläres Feuerwerk und ausgefeilte digitale Technik zum Einsatz.

Daniel Kramer verlegt das Geschehen in eine Science-Fiction-Welt, in der Turandot Magie und Macht ausübt. Ihr Einfluss verwandelt die Gesellschaft in einen Polizei-Staat. Man denke dabei an die US-amerikanische Filmreihe „Hunger Games“.
Die zugrundeliegende Fabel von Carlo Gozzi mit den berühmten Rätseln der Turandot findet sich somit in einer dystopischen Welt der Computerspiele wieder, in der Turandot die Männer eliminiert und stattdessen eine menschlich-mechanische Aufzucht organisiert. Um sich den archaischen Dimensionen des ewigen Kampfes zwischen den Geschlechtern anzunähern, geht Daniel Kramer auf Tuchfühlung mit der digitalen Kunst.

Das gefeierte Künstlerkollektiv teamLab ist erstmalig verantwortlich für die szenische Umsetzung einer Oper. Es vermischt dabei modernste visuelle Techniken und zündet ein für die Oper ungewöhnliches Feuerwerk. Die Licht- und Videoinstallationen von teamLab, die überall in der Welt zu erleben sind, etwa im Parc de la Vilettes in Paris, ziehen das Publikum an und verzaubern es. Für „Turandot“ formt eine Installation aus 50 Laserquellen Lichtskulpturen und dazu sind spezifische Videokreationen auf einer 90 qm großen LED Mauer integriert. Die Kostüme werden vom renommierten japanischen Designer
Kimie Nakano entworfen.

Puccinis durch seinen Tod unvollendete Oper „Turandot“ wird Genf in der Vervollständigung von Luciano Berio gespielt. Er fand 2002 kurz vor seinem eigenen Tod auf Grund von unveröffentlichten Skizzen ein subtileres Ende als die sonst übliche pompöse Fassung des Puccini-Schülers Franco Alfano. Am Pult des Orchestre de la Suisse Romande steht Antonio Fogliani, bekannt für seine Leistungen im italienischen Repertoire.

Wieder auf der Bühne des Grand Théâtre ist die dramatische Sopranistin Ingela Brimberg zu sehen, die bereits in der Titelpartie von Ulrich Rasches „Elektra“ im Januar überzeugte und nun die eiskalte Prinzessin Turandot verkörpert. Die italienische Sopranistin Francesca Dotto leiht ihre lyrisch verhaltene Stimme Liú, der rumänische Tenor Teodor Lincăi ist in der Rolle des unerschrockenen Helden Calaf zu erleben.

Puccinis letzte Oper besteht aus Rätseln. In der verbotenen Stadt Peking regiert der Kaiser von China. Seine Tochter Turandot ist noch nicht verheiratet und lehnt bisher alle Bewerber ab. Sie lässt die Prinzen drei Rätsel lösen, wenn sie diese nicht beantworten, werden sie enthauptet. Kohorten von Freiern sind daran schon gescheitert und verloren ihr Leben. Nun ist es am Tatarenprinz Calaf, den Versuch zu
wagen. Er ist fasziniert vom Glanz dieser Frau und zur Verwunderung aller, kann er die Rätsel mit den Worten „Hoffnung“, „Blut“ und „Turandot“ lösen. Somit ist die Prinzessin gemäß des kaiserlichen Erlasses ihm versprochen. Aber Turandot zögert…

Grand Théâtre de Genève: Giacomo Puccini Turandot
(Neuproduktion in Zusammenarbeit mit der Tokyo Nikikai Opera)

Premiere: 20. Juni 2022, 20.00 Uhr
Weitere Aufführungen: 22./24./29. Juni und 01. Juli 2022, 20.00 Uhr
26. Juni und 03. Juli 2022, 15.00 Uhr

Tickets

Probe zu Lichinstallationen von teamLab / Foto: Magali Dougados