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München-Premiere von Carl Loewes Oratorium „Jan Hus“ durch die Arcis-Vocalisten

Arcis-Vocalisten (c) Daniel Delang

(23.09.2022) Der als Balladenkomponist bekannte Carl Loewe (1796-1869) schildert darin das Schicksal des Prager Reformators Jan Hus, der gut hundert Jahre vor Luther gegen die Amtskirche predigte und ihr Habsucht und moralische Verberbtheit vorwarf. Große Teile des Volkes bewunderten Hus, aber Kirchenobrigkeit und politisch Mächtige wandten sich gegen ihn und zitierten ihn zum Konzil nach Konstanz 1415. Obwohl vom deutschen König mit der Zusage „freien Geleits“ ausgestattet, wurde er dort angeklagt und wegen Ketzerei zum Tode verurteilt und verbrannt.
Auf beinahe opernhafte Weise, in liedhaft-innigen Arien und mal volkstümlichen, mal leidenschaftlichen, mal bildhaft-klangmalerischen Chören zeichnet Carl Loewe abwechslungsreich und packend den letzten Weg des Reformators nach.
„Jan Hus“ entstand im Jahr 1841 und wurde im Dezember 1841 an der Berliner Singakademie uraufgeführt. Die Arcis-Vocalisten widmen sich nach der viel beachteten „Wiederentdeckung“ von Carl Loewes Passionsoratorium „Das Sühnopfer des neuen Bundes“ 2018 erneut einem unverdient wenig beachteten Werk dieses Komponisten. In diesem Zuge entseht auch eine Einspielung für das Labe Oehms Classics in Zusammenarbeit mit BR KLASSIK.

So, 16. Oktober 2022 – 19.00 Uhr – Himmelfahrtskirche München-Sendling
Konzerteinführung: 18.00 Uhr

Arcis-Vocalisten
Kammerorchester L`arpa festante
Monika Mauch (Sopran),
Ulrike Malotta (Alt)
Georg Poplutz (Tenor),
Dominik Wörner (Bass)
Leitung: Thomas Gropper

Foto: Daniel Delang